Während meiner Bachelorarbeit habe ich mich mit der Frage beschäftigt, was passiert, wenn ich nicht versuche, die KI möglichst genau zu kontrollieren, um präzise und perfekte Ergebnisse zu erzeugen, sondern ihr stattdessen mehr Raum gebe und Fehler zulasse. Mich hat interessiert, welche Bilder entstehen, wenn nicht alles im Voraus festgelegt ist und auch Missverständnisse und Zufälle Teil des Prozesses werden dürfen. Dafür habe ich mit einfachen Prompts und groben gestalterischen Vorgaben gearbeitet, die bewusst Spielraum für unterschiedliche Interpretationen ließen. Gerade die Abweichungen von dem, was eigentlich erwartet oder vorgegeben war, wurden dabei interessant. Fehlerhafte oder ungenaue Ergebnisse mussten nicht zwangsläufig etwas sein, das korrigiert werden sollte, sondern konnten selbst eine gestalterische Qualität entwickeln. So entstand eine Sammlung generativer Bildexperimente, in der sich durch Fehler, Zufälle und das bewusste Abgeben von Kontrolle eine eigene visuelle Sprache entwickelte.